Sunday, January 29, 2012

34. DSD Crosslauf

Am Samstag haben Sabrina und ich unseren ersten Wettkampf im Jahr 2012 absolviert. Wie vor zwei Jahren schon hatten wir uns dafür den DSD Crosslauf in Düsseldorf ausgesucht. Der Lauf hat zwar "Cross" im Namen, ist aber eher ein Waldlauf in recht hügeligem Gelände und nicht wirklich "cross", zumal die Strecke diesmal völlig trocken war.
Als wir unsere Startnummern abholen erfahren wir eher zufällig das die Strecke kurzfristig geändert werden musste. Da auf der ursprünglichen vorgesehenen Strecke eine Brücke wegen einer Baustelle gesperrt wurde gibt es jetzt eine komplett andere Strecke. Es stellt sich heraus das Start und Ziel verlegt wurden und das die Runde durch den Wald diesmal eine ganz andere ist als vor zwei Jahren. Gut das noch am Rande mitzukriegen, wenn wir zum ursprünglich geplanten Start gegangen wären hätten wir wohl alleine mitten im Wald rumgestanden...
Anstatt im Wald findet der Start jetzt auf einem Sportplatz statt, von da aus läuft man erstmal zum Wald hin, dort zwei Runden und dann wieder zurück zum Sportplatz, sollte insgesamt etwas kürzer als die 14 Kilometer die ursprünglich ausgeschrieben waren sein. Soweit so gut, kleiner Haken an der neuen Runde war noch dass sich die Strecke im Wald einmal keuzt, was sich später noch als größeres Problem herausstellen sollte.
Da wir diesmal, anders als bei den letzten Wettkämpfen, recht zeitig losgefahren waren haben wir noch genug Zeit uns warmzulaufen. Aber als es dann losgeht komme ich auf den ersten Kilometern trotzdem nicht so richtig in die Puschen, die ersten Berge hoch fällt es mir recht schwer. Daher falle ich auch gleich mal etwas zurück, habe aber vier Läufer in Sichtweite vor mir, was auch ganz gut ist, so muss ich nur hinterher rennen und brauch nicht auf die Streckenmarkierungen schauen. Nach der ersten Runde läuft es langsam besser und ich hole auch wieder auf. Kurz nachdem wir auf die zweite Runde eingebogen sind tauchen schon einige Läufer vor uns auf bei denen es sich um überrundete Läufer handeln muss, wir überholen einige und dann taucht auch Sabrina vor mir auf. Hmmmm, seltsam, wir sind jetzt ein halbe Stunde unterwegs und wenn ich Sabrina jetzt überrunde dürfte sie gerade erst am Anfang der ersten Runde, also bei Kilometer zwei bis drei sein... irgendetwas stimmt hier nicht. Aber da ich noch zwei andere Läufer und auch das Führungsfahrrad in Sichtweite vor mir habe kann ich mir nicht vorstellen dass ich falsch gelaufen bin. Also laufe ich erstmal weiter, kann man jetzt eh nix dran ändern. An einem langen Anstieg überhole ich schließlich den Läufer auf Platz zwei und der führende Läufer ist jetzt auch nur noch geschätzte 50 Meter vor mir, auf dem Weg zurück zum Sportplatz kann ich auch nochmal etwas aufholen, aber um ihn einzuholen reicht es dann doch nicht mehr und ich werde zweiter. Irgendwie sammel ich im Moment zweite Plätze. Nach dem Wir4städtelauf, dem Rennbahncross und dem Nikolauslauf ist das schon vierte zweite Platz in sechs Wettkämpfen. Aber ich bin mit meinem Lauf ganz zufrieden, mit den ganzen Hügeln war es keine so leichte Strecke und ich denke ich habe es mir auch ganz gut eingeteilt.
Da mir schnell kalt wird nachdem ich ins Ziel gekommen bin laufe ich schnell einmal zum Auto um mir eine Jacke zu holen, von da aus laufe ich schnell rüber zur Strecke und warte auf Sabrina, und warte, und warte... Vielleicht ist sie schon im Ziel und ich habe sie gerade verpasst als ich am Auto war. Also schnell wieder zum Ziel - aber Sabrina ist noch nicht da. Also wieder ein Stück die Strecke entlang, dann müsste ich ihr ja entgegen kommen. Inzwischen laufen auch schon recht langsame Läufer zum Ziel, Sabrina müsste längst da sein. Dann endlich kommt sie und erklärt mir dass sie fast drei Runden durch den Wald gedreht hat. Tja, an der Kreuzung muss ein Läufer falsch abgebogen sein und ganz viele andere dann hinterher. Der Streckenposten an der Stelle muss offensichtlich nicht wirklich aufgepasst haben und dadurch sich dann zahlreiche Läufer zweidreiviertel anstatt zwei oder mache auch nur eindreiviertel Runden gelaufen. Jedenfalls kann man die Ergebnisliste, wenn sie denn irgendwann mal auf der Homepage des Veranstalters erscheinen sollte getrost in die Tonne kloppen. Wenn sie die richtige Strecke gelaufen wäre, dann wäre Sabrina wahrscheinlich zweite oder dritte Frau geworden, aber ein sehr langer Tempodauerlauf und damit ein gutes Training war es auch so. :-)

Friday, January 6, 2012

Zum Jahresabschluss durch den Schlamm

Nachdem der Silvesterlauf 2010 für Sabrina und mich verletzungsbedingt ausgefallen war konnten wir 2011 zum Glück wieder mit einem Lauf abschließen. Diesmal hatten wir uns eine kleine Veranstaltung in der näheren Umgebung ausgesucht: den Silvesterlauf durch den Forstwald in Krefeld.
Eigentlich ist das ein Waldlauf, es geht viermal über eine ca. zwei Kilometer lange Runde durch den Wald. Aber in diesem Jahr hatte sich die Runde nach tagelangem Regen vor Silvester in eine Strecke verwandelt auf die so manche Crossveranstaltung stolz gewesen wäre.
Nachdem wir mal wieder etwas knapp vor dem Start angekommen sind fällt das Einlaufen etwas kurz aus. Wir hatten vor die Runde vor dem Start schon einmal komplett abzulaufen, aber in den wenigen Minuten die uns bleiben reicht es nur um einmal die Gerade auf der der Start und Ziel liegen hin und herzulaufen und dann geht es auch schon los.
Nach wenigen Metern bin ich bereits so mit Dreck und Schlamm vollgespritzt dass es danach egal ist, die Klamotten sich jetzt einmal nass und eingesaut. Weil ich beim Start etwas geschlafen habe muss ich mich jetzt erstmal an ein paar Läufern vorbei nach vorne kämpfen. An der Spitze setzen setzen sich erstmal zwei Läufer ab, ich laufe zusammen mit einer Hand voll anderen Läufer ungefähr 20 Meter hinterher. Nach der ersten Runde sind wir immernoch recht knapp dahinter, aber ab der zweiten Runde ziehen die beiden das Tempo nochmal an und sind schon bald nicht mehr zu sehen. Ich kann mich anschließend immerhin von den anderen Läufern etwas absetzen und laufe einem dritten Platz entgegen. So richtig locker sind meine Beine heute nicht, ist aber auch kein Wunder, der 57km-Lauf auf dem DU-Weg drei Tage zuvor haben meine Beine noch nicht so ganz verdaut. Am Ende muss ich mich ganz schön anstrengen, komme aber als dritter ins Ziel und schleppe grob geschätzt ein Kilo Schlamm an meinen Klamotten mit mir rum.
Wenige Minuten später kommt auch Sabrina ins Ziel, als zweite Frau. Damit haben wir beide zum Abschluss des Jahres nochmal Ergebnisse erzielt mit denen wir ganz zufrieden sind und noch einen schönen Lauf mitgemacht.

Thursday, December 29, 2011

DU-Weg, Teil 2


Nachdem ich Ende November die nördliche Hälfte des Rundwanderwegs rund um Duisburg (DU-Weg) gelaufen bin war gestern die südlich Hälfte dran.
Es geht wieder im Duisburger Westen, an der Stadtgrenze zu Moers los, diesmal in Richtung Süden, bei sonnigem Wetter, aber dafür zunächst mit kräftigem Wind von vorne. Den ersten Teil der Strecke kenne ich schon von früheren Läufen recht gut. Zunächst laufe ich am Toeppersee und der Montana-Ranch vorbei zur Fiemersheimer Rheinaue. Von dort geht es weiter am Rheinufer entlang, vorbei an der Eisenbahnsiedlung bis nach Krefeld-Uerdingen. Dort liegen die alte Dujardin-Brennerei und der riesige Chempark (Bayer-Uerdingen) am Wegesrand. Inzwischen hat sich die Sonne verzogen und der Himmel hat sich eingetrübt, nur der kräftige Gegenwind ist leider geblieben.
Über die Krefeld-Uerdinger Brücke überquere ich jetzt den Rhein und laufe weiter auf dem Rheindeich durch die Mündelheimer Rheinaue bis zur Stadtgrenze zwischen Duisburg und Düsseldorf. Dieser Teil der Strecke ist neu für mich, auch bei meinen Läufen am Rhein entlang habe ich die Mündelheimer Rheinaue bisher gemieden und bin lieber an der Bundesstraße entlang gelaufen, unter anderem wegen der zahlreichen großen Hunde die die Leute hier von der Leine lassen. Und prompt werde ich diesmal von einem Hund zweimal angesprungen, seine Besitzerin scheint es auch nicht für nötig zu halten sich zu entschuldigen oder den Hund vielleicht mal festzuhalten.
Schließlich verlasse ich den Rheindeich in Richtung Duisburg-Rahm. Dort dreht sich der Weg Richtung Norden und verläuft an der Ostgrenze zu Ratingen und Mülheim entlang für viele Kilometer komplett durch den Stadtwald. Erst am Duisburger Zoo verlasse ich den Stadtwald wieder, laufe aber direkt in den nächsten Wald hinein als es auf den Kaiserberg hinauf geht. Leider hat es es sich inzwischen so eingetrübt dass ich vom Aussichtspunkt auf dem Kaiserberg außer vielen Wolken nichts mehr sehe. Auf den letzten Kilometern geht es noch quer durch das Autobahnkreuz Kaiserberg und ein Stück an der Ruhr entlang bis ich wieder am Rhein-Herne-Kanal ankomme. Damit habe ich Duisburg in zwei Etappen vollständig umlaufen, jetzt muss ich nur noch wieder zurück nach Hause.
Inzwischen wird es schon wieder dunkel und ich beeile mich ein wenig auf den letzten Kilometern. Am Ende sind es wie schon beim ersten Teil des DU-Wegs wieder 57km.

Thursday, December 15, 2011

Bittermark

Am letzten Wochenende waren wir in Dortmund und haben bei der Gelegenheit eine Runde auf einer Strecke gedreht, die in den zehneinhalb Jahren die ich in Dortmund wohnte zu meinen regelmäßigen Trainingsstrecken gehörte und die ich jetzt schon über fünf Jahre nicht mehr gelaufen war. Die Strecke führte von der Uni durch Barop, das Bolmke-Tal, den Rombergpark und schließlich die Bittermark hoch und dann das ganze wieder zurück. Die Runde bin war ich wahrscheinlich schon ein paar hundert Mal gelaufen und hatte daher auch nach fünf Jahren keine Schwierigkeiten alles wiederzufinden. Interessant war zu sehen was sich in der Zeit alles so verändert hat entlang der Strecke, hier ein paar neue Häuser, da ein paar Bäume weg, ein paar neue Straßen.
Im Gegensatz zu meinen jetzigen Trainingsstrecken am Niederrhein war es hier richtig hügelig, am liebsten würde ich mir ein paar Berge einpacken und mitnehmen, trainingsrtechnisch wäre es jedenfalls vorteilhaft.

Wednesday, December 14, 2011

Nikolauslauf 2011

Am ersten Samstag im Dezember fand wieder der Herdecker Nikolauslauf statt. Diesmal wieder auf der "richtigen" 9,6 Kilometer langen Strecke rund um den Hengsteysee. Im letzten Jahr musste noch auf eine verkürzte Pendelstrecke auf dem Südufer ausgewichen werden da das Nordufer wegen Steinschlaggefahr gesperrt war. Nachdem ich vor zwei Jahren krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnte und Sabrina im letzten Jahr verletzt zuschauen musste konnten wir in diesem Jahr zum ersten Mal beide an diesem Lauf teilnehmen.
Vor dem Start treffe ich noch kurz Hermann, meinen ehemaligen Trainer. Er sagt mir dass Jonas, sein Schützling der den Lauf vor zwei Jahren gewonnen hatte diesmal, obwohl angemeldet, leider nicht mitlaufen kann. Damit dürften mein Vereinskamerad Klaus und ich zu den vermutlich schnellsten Läufern gehören die heute hier starten. Nach dem Start sind Klaus und ich dann tatsächlich sehr schnell alleine an der Spitze und das soll sich auch bis kurz vor dem Ziel nicht mehr ändern, wobei es hauptsächlich Klaus ist der immer wieder auf das Tempo drückt während ich schon einige Male kämpfen muss den Anschluss zu halten. Folgerichtig ist es auch Klaus der auf den letzten Metern nochmal etwas zulegen kann und den Lauf knapp gewinnt, so muss ich mich wie schon im letzten Jahr und nun schon zum fünftem Mal insgesamt mit dem zweiten Platz bei diesem Lauf begnügen.
Kurz nach Klaus und mir kommt dann Oli, ebenfalls aus unserem Verein, als dritter ins Ziel. Damit haben wir die beim Nikolauslauf zum ersten Mal ausgetragene Mannschaftswertung natürlich eindeutig gewonnen.

Saturday, December 3, 2011

DU-Weg, Teil 1


Rund um Duisburg hat der Sauerländische Gebirgsverein einen Rundwanderweg mit "DU" in einem Kreis markiert, den DU-Weg. Diesen Rundweg wollte ich gerne einmal laufen, da mir der Weg mit einer Länge von ungefähr 90 Kilometern doch noch etwas zu lang erschien um den an einem Stück zu laufen habe ich mir überlegt den Weg in zwei Hälften, die mit dem Stück zurück nach Hause beide jeweils zwischen 55 und 60 Kilometer lang sind zu laufen. Am letzten Sonntag war die erste Hälfte, die nördliche dran. Leider war das Wetter nach einer langen Zeit mit schönem und trockenem Wetter ausgerechnet an diesem Tag wieder schlecht geworden. Es war recht kalt und windig und mich haben unterwegs mehrere Schauer erwischt, daher habe ich diesmal ausnahmsweise auch kaum Fotos gemacht.
Los ging es an der Stadtgrenze zwischen Duisburg und Moers und von da aus in einem großen Bogen um die nördliche Hälfte Duisburgs. Dabei musste ich natürlich auch den Rhein überqueren, und zwar mit der Fähre von Orsoy nach Walsum. Danach ging es durch einige Duisburger Stadtteile durch die ich vorher bei noch keinem meiner langen Läufe gekommen bin, Stadtteile wie Vierlinden, Röttgersbach und Neumühl. Sehr gut hat mir dabei die Wegführung gefallen. Der Wanderweg führt durch sehr viel Parks und kleine Waldgebiete und zum allergrößten Teil über Feldwege und andere kleine Wege, nur ganz selten sind kleine Stücke die man an einer Straße entlang laufen muss dazwischen. Ich hätte vorher nicht gedacht dass eine derartige Wegführung rund um Duisburg möglich ist. Nach 45 Kilometern, und damit wirklich fast exakt der Hälfte verlasse ich den Rundweg und durchquere das Stadtgebiet einmal von Ost nach West am Rhein-Herne-Kanal und der Ruhrmündung entlang zurück zum Ausgangspunkt. Nach insgesamt 57 Kilometern bin ich wieder zu Hause.
In ein paar Wochen will ich die südliche Hälfte des DU-Wegs laufen, dann hoffentlich bei etwas besserem Wetter.

Saturday, November 26, 2011

Rennbahncross

Auch wenn es nicht gerade meine stärkste Disziplin ist habe ich Crossläufe im Winter immer sehr gerne mitgemacht, doch nach meinem Glatteissturz im letzten Winter werde ich Crossläufe in Zukunft weitgehend meiden, zu groß ist die Gefahr bei einem Sturz meinen beschädigten rechten Arm so richtig zu schrotten. Der Rennbahncrosslauf in Mülheim ist allerdings ein Crosslauf mit einer nicht besonders gefährlichen Strecke auf der die Gefahr zu stürzen auch nicht nennenswert größer sein dürfte als bei einem Straßenlauf. Daher hatte ich am letzten Sonntag mal wieder das Vergnügen cross zu laufen und wie schon einmal vor zwei Jahren habe ich dort wieder einen Doppelstart über beide Strecken, die kurze und und die lange gemacht.
Zunächst geht es auf die kurze Strecke über zwei Runden, was ungefähr 4,1km entspricht. Nach der anhaltenden Trockenheit in den letzten Wochen war die Strecke diesmal relativ leicht zu laufen, während in den letzten Jahren oft tiefer Matsch auf der Rennbahn war konnte man in diesem Jahr über eine feste Wiese laufen, eigentlich schon Bedingungen die die Bezeichnung "Cross" gar nicht verdient haben. Gleich zu Beginn der ersten Runde legen einige junge Läufer an der Spitze ein hohes Tempo vor, ich habe einige Mühe da mitzuhalten. Vor zwei Jahren war das ähnlich und da konnte ich in der zweiten Runde nochmal locker das Tempo anziehen und das Rennen über die kurze Strecke gewinnen, doch diesmal habe ich keine Chance mehr. Ich kann auch in der zweiten Runde nur so gerade dran bleiben und muss auf der letzten Viertelrunde die schnellsten drei Läufer ziehen lassen. Nun ja, ich wusste auch vor dem Start dass ich nicht gerade in Topform bin, aber ein wenig ernüchternd ist dieses Ergebnis schon.
Aber was solls, in einer halben Stunde startet das Rennen über die lange Strecke, dort geht es über vier Runden, was ungefähr 8,3km entspricht, das dürfte mir sowieso schon etwas mehr liegen. Auf der langen Strecke kann sich ein Läufer von der LGO Dortmund fast direkt vom Start weg absetzen, dahinter laufe ich zusammen mit Jörg Mentzen, dem Vorjahressieger. Der Läufer an der Spitze zieht so locker weg, das sieht nach einem souveränen Start-Ziel-Seg aus. Nach der ersten Runde habe ich das Gefühl dass es bei mir trotz des vorangegangen Starts über die kurze Strecke noch recht locker läuft und ziehe das Tempo etwas an. Ich kann mich schnell von Jörg absetzen und laufe einem sicheren zweiten Platz entgegen, hier auf der langen Strecke fühle ich mich gleich wohler, das Tempo niedriger und dafür die Strecke länger, das liegt mir inzwischen wesentlich mehr als diese kurzen schnellen Rennen.

Mein Rückstand auf den führenden Läufer wächst kontinuierlich weiter an, aber jetzt nicht mehr so schnell wie in der ersten Runde. Am Ende werde ich mit einer halben Minute Rückstand zweiter. Damit bin ich sehr zufrieden, nach dem etwas ernüchternden Ergebnis auf der kurzen Strecke war die lange Strecke dann noch richtig gut.
Ein paar Minuten später kommt Sabrina ins Ziel, sie ist bei den Frauen ebenfalls zweite geworden. Dadurch können wir bei der anschließenden Siegerehrung gemeinsam auf der zweiten Stufe des Treppchens stehen. :-)

Saturday, November 12, 2011

15. Rursee-Marathon

Am letzten Sonntag sind Sabrina und ich, wie schon vor zwei Jahren, in die Eifel gefahren um am Rursee-Lauf teilzunehmen. Sabrina wollte diesmal bei dem 16,5km-Lauf eine lockere Runde drehen und ich hatte mir vorgenommen diesmal die ganze Runde um den See, also den Marathon zu laufen. So richtig volles Tempo wollte ich nicht laufen, sondern einfach einen schönen Lauf mitmachen, aber so ein wenig anstrengend wollte ich mich schon, daher hatte ich mir vorgenommen die Runde in drei Stunden zu laufen.
Als wir morgens in Einruhr ankommen ist es im Gegensatz zu den vorangegangenen Tagen doch recht kühl, ich frage mich ob es nicht etwas kalt wird in kurz/kurz zu laufen, aber andere Klamotten habe ich gar nicht eingepackt, daher lohnt es sich auch nicht weiter über die richtige Wettkampfkleidung nachzudenken.
Auf den ersten Kilometern ist die Strecke noch recht flach, doch nach sieben Kilometern geht es zur Staumauer der Urfttalsperre steil hinauf, über die Staumauer drüber und auf der anderen Uferseite wieder bergab, es folgen einige nicht mehr ganz so steile Steigungen und das Grüppchen von Läufern mit dem ich zunächst unterwegs bin zieht sich langsam auseinander. Bei Halbmarathon bin ich 1:28 unterwegs, das Tempo passt also ganz gut um die Runde in unter drei Stunden zu schaffen und meine Beine fühlen sich auch noch ganz gut an. Inwischen ist es auch schon deutlich wärmer geworden und die Sonne strahlt, mit meiner kurz/kurz-Wettkampfkleidung lag ich also doch genau richtig. Nach 30 Kilometern überhole ich den letzten Läufer der vorher noch in Sichtweite vor mir lief, die letzten 12 Kilometer werden jetzt recht einsam, die restlichen Läufer die noch vor mir laufen sind einige Minuten weit weg und damit außer Sichtweite. Nach ungefähr 36 Kilometern geht es dann nocheimal richtig heftig steil bergauf, so langsam wird es anstrengend. Danach geht es mit nur noch kleinen Steigungen am Ufer entlang zurück nach Einruhr. Auf der dem Ziel gegenüber liegenden Uferseite höre ich schon wie Andreas Menz, der Moderator der Veranstaltung mich im Ziel ankündigt, dann geht es nocheinmal über eine Brücke über die Rur und nach 2:57 bin ich im Ziel. Immerhin hat das heute noch für den vierten Platz gereicht. Es war mal wieder ein schöner Lauf und ein schöner herbstlicher Ausflug in die Eifel.



Wednesday, November 2, 2011

9. Jungbornparklauf

In Moers gibt es sechs Laufveranstaltungen, bei fünfen davon war ich in diesem Jahr schon mitgelaufen: Schlossparklauf, Schwafheimer Volkslauf, Utforter Berglauf, Dreihaldenlauf und Wir4städtelauf. Da fehlte also noch die sechste und letzte Laufveranstaltung: der Jungbornparklauf in Moers-Repelen, und der fand am letzten Sonntag statt.
Da das Wetter für Ende Oktober sehr sonnig, warm und trocken ist machen wir uns mit dem Rad auf den Weg nach Repelen. Start und Ziel des Laufs ist, wie der Name schon vermuten lässt, im dortigen Jungbornpark. Die zehn Kilometer werden dann auf zwei fünf Kilometer langen Runden entlang des Moersbachs gelaufen, über die Strecke bin ich vor gerademal zwei Wochen bei meinem Lauf über den Niederrheinweg schon einmal gelaufen.
Da wir recht zeitig im Jungbornpark ankommen kann ich zum Warmlaufen schon einmal eine komplette Fünf-Kilometer-Runde ablaufen. Abgesehen von zwei steilen Rampen ist die Strecke fast völlig flach und führt hauptsächlich über schmale Park- und Feldwege. Gar keine so ganz schlechte Strecke finde ich, und dazu sogar noch amtlich vermessen und damit bestenlistenfähig. Allerdings wird das heute sowieso nix mit einer richtig schnellen Zeit bei mir werden, da ich die letzten Wochen weiterhin nur lockere Läufe gemacht habe und das letzte richtige Tempotraining nun schon fast drei Monate zurück liegt. Aber ich nehme mir vor wenigstens noch unter 35 Minuten zu bleiben.
Im letzten Jahr waren schon nur um die 50 Teilnehmer über die Zehn-Kilometer-Strecke gestartet und auch diesmal versammelt sich ungefähr die gleiche, recht übersichtliche Anzahl von Läuferinnen und Läufern an der Startlinie. Mit dabei sind auch Björn und Sebastian vom Moerser TV, das heisst ich werde mich schon ganz schön anstrengen müssen wenn ich den Lauf mit meiner derzeitigen Form gewinnen will, und das möchte ich schon ganz gerne versuchen.
Nach dem Start laufen wir zusammen mit Markus vom ASV Duisburg zusammen an der Spitze, den ersten Kilometer am Moersbach entlang laufen wir in 3:24, danach pendelt sich das Tempo bei 3:30 ein und Markus und Björn fallen erstmal etwas zurück. Sebastian und ich laufen den Rest der ersten Runde zusammen an der Spitze. Es geht durch ein kleines Wohngebiet, dort steht sogar eine Handvoll Zuschauer an der Strecke und feuert uns an. Anschließend laufen wir durch Felder und Wiesen, wieder über den Moersbach und am Ende der ersten Runde ziehe ich das Tempo ein wenig an und kann mich ein paar Meter von Sebastian absetzen. Nach 17:15 habe ich die erste Runde geschafft und laufe wieder am Start vorbei durch den Jungbornpark. Ich versuche auf der zweiten Runde nochmal etwas das Tempo anzuziehen, aber so wirklich gelingt das nicht, es bleibt bei Kilometerzeiten um die 3:30. Egal, mein Ziel unter 35 Minuten zu bleiben werde ich so gerade schaffen.

Nachdem es noch ein letztes, anstrengendes Mal die Rampe zur Böschung am Moersbach hochgeht habe ich es geschafft, eine 34:45 ist es geworden, nicht so wirklich toll, aber immerhin hat es gereicht um den Lauf zu gewinnen.
Anschließend gibt es bei der Siegerehrung einen schönen Glaspokal für mich und dann folgt noch ein Verlosung bei der aufgrund der übersichtlichen Teilnehmerzahl fast jeder Läufer noch einen kleinen Preis bekommt.

Ein schöner kleiner Lauf ohne viel Schnickschnack, aber dafür mit einer schönen Strecke, freiwilligen Helfern der ausrichtenden Vereine denen man anmerkt dass sie sich wirklich Mühe geben und wie fast immer bei solchen Veranstaltungen: für kleines Geld das Ganze.

Manchmal finde ich es echt erstaunlich wie wenige Läufer den Weg zu solchen vielleicht nicht völlig perfekt organisierten aber dafür umso netter gemachten Veranstaltungen kleiner Vereine finden und stattdessen auf irgendwelche Starkmann-Events, Indoor-Trailruns und ähnlich blödsinnige (meine persönliche Meinung) Erfindungen professioneller Event-Firmen denen sie mit horrenden Startgebühren die Taschen füllen abfahren.

Tuesday, October 18, 2011

Niederrheinweg, Teil 2

Nachdem ich vor gut einem Monat schon die eine Hälfte des Niederrheinwegs gelaufen war war am letzten Sontag die zweite Hälfte dran. Start war wieder morgens in Issum, nur bin ich diesmal in die andere Richtung, also die Runde im Uhrzeigersinn losgelaufen. Zunächst ging es wieder durch die typisch niederrheinische Landschaft, zwischen verschiedenen Feldern, Bauernhöfen, einigen Pferdewiesen und zahlreichen Kühen hindurch. Dann folgten einige Kilometer durch dem Wald im Naturschutzgebiet "Die Leucht" bis zum Städtchen Alpen. Von dort ging es einige weitere Kilometer durch die Felder bis in die Nachbarstadt Rheinberg. Dort hatte ich mit 27 Kilometern auch schon fast die Hälfte der Strecke für heute geschafft und erstmal eine kleine Pause eingelegt um in der Sonne sitzend meinen Laufrucksack um ein paar Müsliriegel und etwas Apfelschorle zu erleichtern.
Gut gestärkt ging es weiter durch das Dorf Eversael in Richtung Rhein. Es folgten ein paar Kilometer auf dem Rheindeich bis nach Orsoy, für mich war das der schönste Streckenabschnitt der heutigen halben Runde. In Orsoy hab ich einem Kiosk noch eine Flasche Apfelschorle abgekauft und dann ging es wieder vom Rheinufer weg wieder in den Wald hinein. Zunächst am Ufer des Lohheide See entlang und dann ein paar Kilometer fast schnurgerade durch den Baerler Busch. In Moers macht der Weg noch einen Bogen zum Repelener Meer und führt dann durch den Jungbornpark und am Moersbach entlang bis direkt in die Moerser City. Dort geht es noch am Moerser Schloss vorbei und durch den Schlosspark. Inzwischen war es schon Nachmittag und der Schlosspark bei dem tollen Wetter fast schon zu voll mit Spaziergängern um da durch zu laufen. Die letzten Kilometer führte mich der Weg nocheinmal durch Felder bis ich schließlich an der Stelle angekommen war an der ich vor einem Monat aus der anderen Richtung kommend die erste Hälfte des Niederrheinwegs beendet hatte. Die zweite "Hälfte" war mit 60 Kilometern allerdings etwas kürzer als die erste mit 68. Außerdem hatte ich diesmal keinen schweren Rucksack dabei sondern nur den kleinen Laufrucksack mit dem was gerade nötig war für den Lauf, daher lief es diesmal sehr viel leichter und ging bis zum letzten Kilometer immernoch recht locker.
Jetzt bin ich den kompletten Niederrheinweg gelaufen und habe zwei sehr schöne lange Läufe gemacht. Die ein oder andere Idee für die nächsten langen Läufe hab ich auch schon. :-)

Friday, October 14, 2011

10. Wir4städtelauf

Einen Marathon wollte ich in diesem Herbst schon gerne noch laufen, unvorbereitet (wenn man mal von drei ultralangen Trainingsläufen über den Sommer verteilt absieht) und daher ohne nennenswerte zeitliche Ambitionen, sondern einfach zum Spaß. Da lag es nahe, wie schon im letzten Jahr, den direkt um die Ecke und für kleines Startgeld stattfindenden Wir4städtelauf wieder mitzulaufen, vor allem weil der Lauf im letzten Jahr schon so viel Spaß gemacht hat. Schließlich meinte Sabrina dass sie dort auch Lust hätte den Marathon mitzulaufen, da war es natürlich klar dass wir dort starten werden. Außerdem gibt es keinen anderen Marathon mit so einem lustigen Logo wie den Wir4städtelauf:

Den 3000m Lauf in Wetter zwei Tage vor dem Marathon zu laufen war vielleicht nicht die optimale Vorbereitung, aber was solls, kommt ja nicht so drauf an heute.
Um nicht in die Gefahr zu kommen mich auf den letzten Kilometern über die Strecke quälen zu müssen gehe ich die ersten Kilometer relativ locker an, den ersten Streckenabschnitt von Kamp-Lintfort nach Rheinberg laufe ich ungefähr im Vier-Minuten-Tempo. Ein Marathonläufer ist direkt am Start mit schnellem Tempo losgerannt und schon nach zwei Kilometern nicht mehr zu sehen, ansonsten sind einige Staffelläufer um mich herum, so ist es trotz der wenigen Teilnehmer im Marathon nicht so einsam auf der Strecke. Auf dem zweiten Streckenabschnitt von Rheinberg nach Moers lege ich zunächste etwas zu, laufe ein paar Kilometer in 3:45, doch dann geht führt die Strecke lange Zeit über offenes Feld und der Wind kommt recht kräftig von vorne, ich werde wieder etwas langsamer. Bei Halbmarathon in Moers-Repelen höre ich dass der erste Marathonläufer drei Minuten Vorsprung auf mich hat. Ich vermute mal ganz schwer dass er sein hohes Anfangstempo bei diesem warmen und windigen Wetter nicht durchhalten wird, ich werde jedenfalls mein Tempo weiterlaufen und vielleicht sehe ich den führenden Läufer ja auf den letzten Kilometern nochmal wieder.

Jetzt folgt der Streckenabschnitt von Moers nach Neukirchen-Vluyn, aufgrund von vier Brückenanstiegen und weiterhin Gegenwind wird dies der schwerste Streckenabschnitt. Außerdem machen sich die doch recht hohen Temperaturen so langsam bemerkbar, ich habe inzwischen schon richtig Durst und denke mir dass es schlauer gewesen wäre von Anfang an bei den Verpflegungsstellen kurz zu halten um mir zwei Becher zu greifen anstatt nur einen im Vorbeilaufen mitzunehmen. In Neukirchen-Vluyn, also bei Kilometer 32, höre ich dass der führende Läufer jetzt schon 4:15 Vorsprung auf mich hat, das ist natürlich schon recht viel um da nochmal heranzukommen. Doch wenig später kommt mir Björn auf dem Rad entgegen und sagt mir dass der führende Läufer schon nicht mehr ganz so frisch aussieht und langsamer wird. Das motiviert mich das Tempo nochmal anzuziehen. Außerdem kommt der Wind auf dem letzten Streckenabschnitt von Neukirchen-Vluyn nach Kamp-Lintfort von hinten so dass es sich gleich ewtas leichter anfühlt. Auf einer langen Geraden kurz vor Kilometer 40 kann ich den führenden Läufer schon vor mir sehen, allerdings ist er immernoch recht weit weg, etwas zu weit um ihn noch einzuholen. Auf den letzten Metern vor dem Ziel hat die Strecke nochmal eine kleine Gemeinheit in sich: es geht ein paar Treppen vom Klostergarten zum Ziel am Kloster Kamp hinauf. Die Treppen gehen noch ganz gut, auf dem folgenden Anstieg bin ich dann aber schon ganz schön platt. Anschließend geht es nur noch ein paar Meter über die Klosterwiese, dann bin ich im Ziel. Am Ende betrug mein Rückstand auf den Sieger nur noch eine halbe Minute. Mit meiner Zeit von 2:44 bin ich unter diesen Umständen, also keine richtige Vorbereitung und nicht ganz optimales Wetter, ganz zufrieden

Anschließend gehe ich schnell Duschen und will anschließend an der Treppe auf Sabrina warten. Als ich aus der Dusche komme sehe ich Sabrina schon heranlaufen und schaffe es gerade noch rechtzeitig zur Treppe um die Stufen nocheinmal mit ihr zusammen heraufzulaufen. Dann ist Sabrina auch im Ziel, und sie ist genauso wie ich auf dem zweiten Platz, nur dass Sabrina ganz locker gelaufen ist während ich mich richtig angestrengt habe. ;-)
Der Lauf hat uns wieder viel Spaß gemacht, vielleicht ich den im nächsten Jahr dann zum dritten Mal.

Saturday, October 8, 2011

Back to the roots

Am letzten Samstag bin ich für einen 3000m-Lauf dorthin zurückgekehrt wo ich bis 2006 sechs Jahre lang trainiert hatte: an den Harkortberg in Wetter. Das dortige Waldstadion wurde gründlich renoviert, der Aschenplatz wurde durch einen modernen Kunstrasenplatz ersetzt und die uralte, knochenharte Kunststoffbahn wurde komplett erneuert. Am letzten Samstag wurde das Waldstadion dann neu eröffnet und Hermann, mein früherer Trainer, hat dafür gesorgt dass im Rahmen der feierlichen Eröffnung auch ein 3000m-Lauf ausgerichtet wurde, da war ich natürlich dabei.

Das Waldstadion

Mein früherer Trainingspartner Dominik, mit dem ich mich eine Runde im Wald einlaufe ist heute auch mit dabei, sowie einige andere Läufer mit denen ich zusammen in Wetter trainiert hatte.
Vor dem Lauf fragt Hermann mich ob ich das Rennen auf eine Zeit von 9:15 angehen kann, damit könnte ich ein gutes Tempo für seinen 15-jährigen Schützling David, der in diesem Jahr schon eine 9:18 gelaufen ist vorlegen. Ich weiß nicht so genau ob ich das Tempo im Moment überhaupt noch schaffe, mein letztes Tempotraining liegt schließlich schon fast zwei Monate zurück, aber ich werde es auf jeden Fall mal versuchen.
Also setzte ich mich gleich mal an die Spitze des Feldes und versuche 74er Runden zu laufen, was mir nicht so ganz leicht fällt. Der erste Kilometer passt mit 3:07 noch so halbwegs, dann werde ich etwas langsamer. David folgt mir, hat zwischenzeitlich aber auch etwas Mühe dran zu bleiben. Mit einer Zeit um 9:15 wird das heute auf jeden fall nix. Bis eine Runde vor Schluss bleibe ich vorne, dann kommt plötzlich Jonas vorbei geschossen, mit dem hatte ich ja gar nicht gerechnet, schließlich meinte Hermann vorher noch dass Jonas gar nicht in Form sei. David geht auch an mir vorbei und versucht an Jonas dran zu bleiben, muss aber auch abreissen lassen. Zweihundert Meter vor dem Ziel kann ich wiederum an Davis vorbei ziehen, Jonas ist allerdings schon gut 20 Meter enteilt. Ich versuch die letzten Meter nochmal halbwegs zu spurten und werde in 9:24 Zweiter.

Unterwegs, ich vor David

Wirklich toll ist die Zeit nicht, allerdings hatte ich mich heute ja auch hauptsächlich als Tempomacher betätigt, aber das alles war heute unwichtig. Es hat einfach Spaß gemacht mal wieder auf "meiner" Bahn auf dem Harkortberg zu rennen und viele Leute "von früher" wiederzutreffen.

Saturday, October 1, 2011

Lichterlauf 2011

Am letzten Samstag fand an der Duisburger Regattabahn wieder der Lichterlauf statt, der Lauf mit dessen Einnahmen die Beleuchtung der Laufstrecke um die Regattabahn finanziert wird, und wie bisher in jedem Jahr seit ich nach Duisburg gezogen bin war ich wieder bei dem Lauf dabei. Wie schon vor zwei Jahren wollte ich diesmal wieder Sabrina laufend begleiten. Schließlich hatte sich Sabrina nach einer nicht ganz so erfolgreich verlaufenen Saison vorgenommen bei diesem Lauf wenigstens nochmal zu versuchen unter 40 Minuten zu bleiben, dabei wollte ich sie so gut wie möglich unterstützen.
Zum Glück startet der Lauf erst abends im Dunkeln, denn es ist mal wieder ein wunderschön sonniger Spätsommertag, und damit alles andere als Sabrinas Lieblingslaufwetter. Beim Start um 20:45 Uhr ist die Sonne dann weg und die Temperaturen sind halbwegs angenehm zum Laufen.
Auf den ersten Metern nach dem Start ist die größte Schwierigkeit Sabrina in dem Gedränge des dichten Läuferfeldes nicht zu verlieren. Zum Glück wurde die Strecke etwas geändert, diesmal ist es auf den ersten Metern deutlich heller als in den letzten Jahren als man nach dem Start erstmal ein paar hundert Meter fast im Stockdunkeln lief. Als es auf den schmalen Weg an der Regattabahn entlang geht hat sich auch das Läuerfeld schon etwas entzerrt und wir haben genug Platz. Den ersten Kilometer laufen wir in 3:49, vielleicht etwas schnell, aber wird schon passen. Es folgen Kilometerzeiten um die vier Minuten, mal eine oder zwei Sekunden drüber, mal drunter, insgesamt bleiben wie aber auf Kurs unter 40 Minuten, nach der ersten von zwei Runden um die Regattabahn zeigt die Uhr 19:50 beim 5-Kilometer-Schild, das sieht gut aus. Auf der zweiten Runde halten wir das Tempo und auf den letzten beiden Kilometern kann Sabrina dann sogar nochmal etwas zulegen und ein paar Sekunden rausholen, das wird sicher klappen mit der Zeit unter 40. Nach einer gefühlt endlos langen Zielgeraden haben wir es dann nach 39:34 geschafft, immerhin noch eine 39er Zeit für Sabrina in diesem Jahr und ich freu mich mit. :-)

Friday, September 23, 2011

Staffelmarathon Sprockhövel

Keine 24 Stunden nach dem Staffellauf in Weeze stand ich erneut bei einem Staffellauf in der Wechselzone bereit, diesmal beim Staffelmarathon in Sprockhövel mit einer Staffel meines Vereins. Wir hatten in diesem Jahr eine recht schnelle Staffel zusammen bekommen und darauf gehofft dass wir ganz vorne mitlaufen können, vielleicht sogar um den Sieg laufen können.
Als erster Läufer unserer Staffel geht Tommi auf die Strecke, nach der ersten von zwei ca. 4,2 Kilometer langen Runden die jeder Läufer auf der profilierten Wendepunktstrecke läuft liegt eine Staffel bereits deutlich in Front, Tommi folgt dahinter zusammen mit ein paar anderen Läufern. Mit guten zwei Minuten Rückstand übergibt Tommi nach seiner zweiten Runde an Dieter, unseren zweiten Läufer. Die führende Staffel hat schon wieder einen sehr schnellen Läufer auf der Srecke der den Vorsprung weiter ausbaut, sieht so aus als hätten wir gegen die heute keine Chance. Als dritter Läufer unserer Staffel geht Jan, Tommis Sohn, auf die Strecke. Die führende Staffel hat jetzt bereits fünf Minuten Vorsprung, doch Jan kann mit einem starken Lauf schon wieder zwei Minuten aufholen, vielleicht kommen wir ja doch nochmal heran. Als nächster ist Klaus an der Reihe, er holt noch weiter auf, als er an mich übergibt beträgt unser Rückstand nur noch 30 Sekunden. Jetzt ist es an mir die führende Staffel noch einzuholen. Glück für mich dass der Schlussläufer der führenden Staffel nicht deren stärkster Läufer ist, so kann ich ihn schon auf der ersten von meinen zwei Runden einholen und anschließend noch etwas Vorsprung herauslaufen. So darf ich bei meiner fünften Teilnahme am Staffelmarathon in Sprockhövel schon zum drittenmal als Schlußläufer der Siegerstaffel ins Ziel einlaufen was natürlich wieder ein besonders schöner Moment ist.

Meine Einzelzeit war mit 28:58 immerhin ein paar Sekunden schneller als im letzten Jahr und ich hatte das Gefühl dass mir der lange Lauf vom Mittwoch heute schon nur noch etwas weniger in den Beinen steckte als gestern in Weeze.

Wednesday, September 21, 2011

5x5km Staffellauf in Weeze

Am letzten Samstag sind Sabrina und ich zusammen mit Lilly, Philipp und Bernd, alle drei vom LC Duisburg, als Mixed-Staffel beim 5x5km Staffellauf in Weeze gestartet. Vor dem Lauf hatten wir darauf gehofft dass wir eine Chance haben, wie schon vor zwei Jahren, die Mixed-Wertung zu gewinnen. Da bei dem Lauf alle Frauen-, Männer- und Mixed-Staffeln zusammen laufen und es natürlich auch zu Überrundungen kommt hatten wir keinen Überblick wie wir im Rennen liegen, aber da wir deutlich schneller unterwegs waren als die Sieger der Mixed-Wertung im letzten Jahr und ungefähr genauso schnell wie wir vor zwei Jahren waren waren wir doch recht optimistisch dass wir vorne liegen. Am Ende stellte sich aber heraus dass uns die führende Mixed-Staffel weit abgehängt hatte, eine schnelle Staffel aus Holland hat uns satte vier Minuten abgenommen und den bisherigen Streckenrekord für Mixed-Staffeln um drei Minuten unterboten. Aber Spaß gemacht hat es trotzdem und über den zweiten Platz haben wir uns auch gefreut. Meine Einzelzeit von 16:33 war eher mäßig, aber mir steckten die 68 Kilometer vom Mittwoch noch ein wenig in den Beinen.
Außerdem war der Kuchen lecker und da wir sehr früh vor dem Start da waren konnten wir uns schonmal vor dem Rennen den Kuchen für danach holen und hatten noch die volle Auswahl an der Kuchentheke, hat doch seine Vorteile mal etwas zeitiger zum Wettkampf loszufahren. ;-)